Sie finden uns jeden Freitag ab 17 Uhr (Jugendliche) und ab 19 Uhr (Erwachsene) auf der Kaiserswerther Str. 62, 40477 Düsseldorf.

Nachrichten aus der „Antike“ (VIII)

Lasker oder DSK – Mein Gespräch mit Peter Heyn über die 92-er Fusion (Teil 2)

 

Nachdem nun feststand, dass ernsthafte Gespräche zwischen der DSG Rochade und der SG Düsseldorf stattfinden sollten, war sicherlich die Chemie zwischen den beteiligten Personen als ausschlaggebendes Element zu werten. „Der innere Kreis, also Klaus Bolterauer, Ralf Feldbinder, Herbert Ueffing und ich, fand schnell eine gemeinsame Basis“, so Peter Heyn in seinen Erinnerungen.

Dabei wurden weder unterschiedliche Positionen ausgeklammert noch wurden die Mitglieder der beiden Vereine im Unklaren über die Situation gelassen. Immer wurde mündlich und auch in den Vereinszeitungen (Anm. – siehe DSG Rochade Nachrichten Ausgaben 01/1992 + 03/1992 + 05/1992, SG Düsseldorf Schachkurier 03/1992) offen der Fortgang besprochen. Dabei kristallisierte sich natürlich die Frage des Vereinsnamens als ein wichtiges Thema heraus. Viele Vorschläge wurden gemacht. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es ja im Schachkurier, so Peter weiter (Anm. – SG Düsseldorf Schachkurier 03/1992 Seite 31). Aber auch dieses Thema wurde in einer fruchtbaren Atmosphäre diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns der DSG Rochade sogar offen erklärt, ein Artikel in der Vereinszeitung wurde damals abgedruckt (Anm. – DSG Rochade Nachrichten 03/1992 Seite 5/6).

Das Treffen im April (Anm. – DSG Rochade Nachrichten 05/1992 Seite 29) im größeren Kreis barg zwar nicht das Scheitern, dennoch war die Scheu den entscheidenden Schritt zu gehen allen anzumerken. Und dies liege nunmal auch in der Natur der Sache, so Peter Heyn im Rückblick. Bei der Namensfindung musste der Ex- Weltmeister federn lassen. Ende Mai dann und alles an einem Tag, dem 29.05.1992, ging alles über die Bühne. Zuerst tagten die beiden (Noch-)Vereine, danach dann die Versammlung des neuen Clubs (Anm. – DSG Rochade Nachrichten 05/1992 Seite 1 und DSK Schach-Info 09/1992 Seiten 4-6).

Ein durchaus nicht unwichtiges Element der Fusion war auch die Idee der Doppelbesetzung des Vorstandes. So hatte man zu Beginn 3 Vorsitzende und 4 Spielleiter. Auch drei Jugendwarte nahmen ihre Arbeit auf. Sie wurden nach Möglichkeit paritätisch besetzt, erinnert sich Peter. Die erste Aufgabe war dann natürlich die Aufstellung der einzelnen Teams für die Saison 1992/93. Auch hier wirkte noch der Schwung der Fusion nach. Es gab, bis auf die Zusammenstellung der Zweiten, keine größeren Probleme (Anm. – DSK Schach-Info 09/1992 Seite 2).

Im kommenden Teil 3 dann die erste Saison mit dem sensationellen Sieg von DSK II gegen die Neusser (mit GM Taimanov), die der Ersten den Weg zum Aufstieg ebnete.

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (VII)

Upload in die Chronik - Teil 3

 

Ab sofort stehen unter der Rubrik Chronik für den Verein SG Düsseldorf folgende Vereinszeitungen zur Verfügung:

SG Düsseldorf Schachkurier Oktober 1977

SG Düsseldorf Schachkurier Dezember 1977

Sie sind mit einer Suchfunktion ausgestattet, können aber auch heruntergeladen werden. Eine Beschränkung gibt es hier nicht. Bei einer etwaigen Verlinkung bitte ich um Quellenangabe sowie der Beachtung rechtlicher Vorschriften des Datenschutzes.

Viel Spass beim Durchstöbern!

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (VI)

Von DSV 1854 zur DSG Rochade zum DSK – Wolfgang Koch im Interview (Teil 1)

 

Lieber Wolfgang! Besten Dank erstmal für Deine Bereitschaft Deine Erinnerungen an die Zeit der Fusion mit uns zu teilen. Und schon geht es los mit der ersten Frage.

AH: Wenn sich ein Verein entschließt die Initiative zu einer Fusion mit einem anderen Verein in Angriff zu nehmen, dann müssen hierfür ja gravierende Gründe vorliegen. Welche Situation gab es denn bei der DSG Rochade am Anfang der 90-er Jahre, die solch ein Ansinnen sinnvoll erscheinen ließen?

WK: Anfang 1983 wurde ich zunächst Mitglied beim DSV 1854. Mitte 1984 dann bei der damaligen DSG Rochade 1925. Zunächst einmal an Brett 1 der 7. Mannschaft in der 3. Bezirksklasse. Damals war die DSG gerade recht unglücklich aus der 1. Bundesliga abgestiegen und daher immer noch ein Spitzenteam der 2. Bundesliga West. Leider gab es dann eine verkorkste Saison und die DSG ist dann sogar mit vielen knappen Niederlagen aus der 2. Liga abgestiegen. Durch zahlreiche Abgänge geschwächt und auch nicht ganz dem Ernst der Lage bewusst folgte dann leider der sofortige weitere Abstieg aus der NRW-Liga in die Regionalliga Niederrhein.

Dort wurde ich dann Stammspieler der 1. Mannschaft und auch Mannschaftsführer - ich denke das war die Saison 1987/88. Wir haben dann versucht aus den verbliebenen alten Bundesligaspielern (Schiffer, Rausch, Lieff, Senger, Schichtel) und jungen Spielern wie Alexander Altgelt, Alexander Hönig, Michael Müller, Wolfgang Koch wieder eine neue Mannschaft aufzubauen. Dies hat dann auch ganz gut funktioniert und wir sind dann 1989 wieder in die NRW-Liga aufgestiegen, wo wir dann im gesicherten Mittelfeld gelandet sind. Leider haben wir da nach einigen guten Spielzeiten die Saison 1991/92 wieder völlig verhagelt.

Da sich leider auch die damalige SG Düsseldorf auch nur wieder in der Regionalliga befand, kam dann die Idee die Kräfte zu bündeln. Lieber eine Mannschaft aus Düsseldorf mit echter Konkurrenzfähigkeit als zwei Regionalligisten. Generell hat leider damals auch der DSG Rochade der Unterbau gefehlt. Wir hatten einige gute Leute in der Spitze, waren aber in der Breite nicht mehr so gut aufgestellt. Zu den Monatsblitzturnieren und dem damaligen Bezirksklassenturnier zu Saisonende war am Vereinsabend guter Besuch. Ansonsten aber eher mäßiger Besuch. Außerdem waren wir mit unserem Spiellokal in der Altstadt auch nicht 100% zu Frieden, da der damalige Pächter manchmal sogar Termine für sonntägliche Mannschaftskämpfe verschlafen hat.

Insofern kam dann der Gedanke einer Fusion. Zunächst einmal hatten wir auch mit anderen kleineren Vereinen gesprochen. Am Ende schien uns aber eine Fusion mit der SG Düsseldorf am nachhaltigsten. Dort gab es einen lebendigen Vereinsabend, gute bis sehr gute Organisatoren (Peter Heyn und Ralf Feldbinder), einen kräftigen Unterbau und auch einige Spitzenspieler.

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (V)

Upload in die Chronik - Teil 2

 

Ab sofort stehen unter der Rubrik Chronik für den Verein SG Düsseldorf folgende Vereinszeitungen zur Verfügung:

SG Düsseldorf Schachkurier März 1977

SG Düsseldorf Schachkurier Mai 1977

SG Düsseldorf Schachkurier Juli 1977

Sie sind mit einer Suchfunktion ausgestattet, können aber auch heruntergeladen werden. Eine Beschränkung gibt es hier nicht. Bei einer etwaigen Verlinkung bitte ich um Quellenangabe sowie der Beachtung rechtlicher Vorschriften des Datenschutzes.

Viel Spass beim Durchstöbern!

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (IV)

Derendorf oder SGD – Mein Gespräch mit Peter Heyn über die 92-er Fusion (Teil 1)

 

Eigentlich war es nicht abzusehen. Das Zusammengehen von DSG Rochade und SG Düsseldorf im Jahre 1992 fühlte sich durchaus komisch an. Das Verhältnis der beiden Vereine war ja durchaus durch eine gesunde Rivalität geprägt. Und dann das Zusammengehen. Ich traf mich also mit Peter Heyn und versuchte zu ergründen, welche Umstände solch ein Ergebnis als Folge hatte. Begonnen hat das alles, so Peter, wohl schon viel früher. Beide Vereine spielten ja in Kolpinghäusern, die Situation unterschied sich jedoch deutlich. Während die SGD auf der Blücherstraße durchaus wohlgelitten war, hatte die DSG Rochade auf der Bilker Straße schon länger schwer zu kämpfen. Das lag zum einen daran, dass sich die Mitgliederzahlen deutlich unterschieden, das Verhältnis war ungefähr 2:1 (SGD zu DSG Rochade) sowie dem für die SG Düsseldorf begünstigenden Umstand, dass sie im Gegensatz zur DSG Rochade direkt beim Kolpinghaus Mieter war. Die DSG Rochade war Untermieter bei einer Gaststätte, in der im Übrigen auch der Verein „Fideler Bauer“, mancher mag sich noch erinnern, sein Zuhause gefunden hatte. Und wie das nun einmal so ist: Wenn die Mitgliederzahlen sinken, dann sinkt auch die Freude des Wirtes. Und so entstand wohl schon Mitte bis Ende 1991, wann genau ist nicht zu eruieren, der Wusch dieser Situation zu entfliehen. Dabei war die erste Überlegung sich mit den Derendorfern zu verbinden. Dass solch ein Ansinnen natürlich kaum unentdeckt bleibt, kann sich jeder blumig ausmalen. Und so kam diese Gerücht auch Ralf Feldbinder zu Ohren, so Peter in seinen Erinnerungen. Trotz der Rivalität wollte man das Gespräch suchen. Was dann auch zustande kam. Über die Schwierigkeiten nicht nur bei der Namensfindung dann ausführlich in Teil 2.

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (III)

Upload in die Chronik - Teil 1

 

Ab sofort stehen unter der Rubrik Chronik für die Vereine Düssedlorfer SK und DSG Rochade folgende Vereinszeitungen zur Verfügung:

DSG-Rochade-Nachrichten-Januar-1992

DSG-Rochade-Nachrichten-März-1992

DSG-Rochade-Nachrichten-Mai-1992

DSK-Schach-Info-September-1992

DSK-Schach-Info-November-1992

SG-Düsseldorf-Schachkurier-März-1992

Sie sind mit einer Suchfunktion ausgestattet, können aber auch heruntergeladen werden. Eine Beschränkung gibt es hier nicht. Bei einer etwaigen Verlinkung bitte ich um Quellenangabe sowie der Beachtung rechtlicher Vorschriften des Datenschutzes.

Viel Spass beim Durchstöbern!

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (II)

Über das, was sich finden lässt

 

Wie nun vorgehen? Wenn man es vom Anfang her denkt, mag der Berg, der vor einem liegt, nicht bezwingbar sein. Also schiebe ich diesen Gedanken lieber von mir. Einfach loslegen und sehen wie weit es einen treibt. Die zwei großen Taschen eines Arnold Velden bieten mir den Einstieg. Beim Durchstöbern, nicht einmal in die Tiefe gehend, finde ich Bekanntes und Dinge, die vor meiner Zeit geschahen und nun einer Einordnung harren. In Gesprächen mit verschiedenen Schachspielern habe ich die auf mich zukommende Problematik geschildert und habe bzw. werde Hilfe erhalten. Da ist zum einen Peter Heyn, bis 1996 Spielleiter des DSK und vor der Fusion 2 Jahre bei der SG Düsseldorf, mit dem ich erfreulicherweise schon ein Treffen hinter mir habe. Dabei ging es in erster Linie um die 1992 stattgefundene Fusion. Auch Eberhard Bießner, ab 1995 in verschiedenen Funktionen beim DSK, will mir mit Informationen der letzten 2 Jahrzehnte zu Seite stehen. Erfreulich ist auch, dass ein Treffen mit Frank Hammes zustande gekommen ist. Er hat mir viele Schachkuriere aus seiner Zeit bei der SG Düsseldorf zur Verfügung gestellt. Auch Hans-Peter Heinrich, Horst Engels und viele mehr haben mir schon Unterstützung zugesichert. Dazu „gesellt“ sich dann noch viel Recherchearbeit. Archive wollen durchforstet und relevante Dinge dokumentiert sein. Grundgerüst werden wohl jedoch die Vereinszeitungen der DSG Rochade 1925, SG Düsseldorf und des Fusionsvereins Düsseldorfer Schachklub von Beginn der der 70-er Jahre bis September 1996 sein. In Fokus des ersten Artikels wird dann mein Gespräch mit Peter Heyn über eben jene letzte Fusion stehen, dass mit den Ausgaben der Vereinszeitungen der Vereine aus 1992 unterfüttert sein wird. Bis dahin!

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (I)

Wider das Vergessen – Eine Intervention

 

Immer wieder habe ich überlegt: Wie anfangen. Was ist der rechte Einstieg für die Dinge, die mich in dieser Sache bewegen. Ist es die Überlegung, dass mit zunehmendem Alter das Denken sich immer mehr zu den Dingen wendet, die man erlebt hat. Und damit die Zukunft weniger Zeit in Beschlag nimmt. Oder soll ich mit der nicht entstandenen Chronik für das 100- jährige Jubiläum argumentieren. Ich wusste es nicht. Bis dann eine Stimme aus dem Dunkel zu mir sprach:

Stimme: „Die Mitgliederliste, die Mitgliederliste.“

Ich: „Die Mitgliederliste?“

Stimme: „Ja, genau!“

Ich: „Wozu?“

Stimme: „Denk an den 10.07.1992.“

Ich: „Hä?“

Stimme: „Dein Eintrittsdatum beim DSK.“

Ich: „Und dann?“

Stimme: „Erinnere Dich und vergleiche.“

Ich muss gestehen, dass ich wirklich überrascht war wie wenig geblieben ist. Rene, Wolfgang und dann weiter unten Axel, Sigurd und noch weiter unten Siegfried und Heinz. Viel mehr aber ist da nicht. Und dann kommen die Namen: Manfred Middel, Johann Grabowski, Klaus Bolterauer, Herbert Ebmeyer und nicht zuletzt Ralf Feldbinder. Um nur einige Namen zu nennen. Dann noch weiter zurück: Meffert, Niephaus, Engert. Was ist geblieben von diesen gelebten Leben. Sie haben doch mitgeschrieben an dieser Geschichte, die sich heute Düsseldorfer Schachklub nennt. Und dennoch findet man nicht viel. Die auf der Seite des Schachbezirkes eingescannten Schachmitteilungen helfen ein wenig. In anderen Chroniken oder Aufsätzen zur Geschichte anderer Vereine, aus Düsseldorf muss man die Chronik des DSV 1854 besonders hervorheben, sind spärlich Informationen zu erhalten. Aber sonst? Nachdem ich 2011 den Ansatz einer Aufarbeitung, man möge sich an die Jahreshauptversammlung erinnern, machte, zerfiel das Projekt dann doch eher kläglich, trotz der Bemühungen eines Eberhard Bießner und von Arnold Velden. Dabei werden die Dinge auch nicht einfacher je mehr Zeit ins Land geht. Und eben dieses Land ist eine Wüste. Kaum ein paar Gräser sind zu finden. Nun, ich will es bestellen. Will Furchen ziehen, damit die Saat ausgebracht werden kann. Will es wässern und düngen. Damit dieses Land grün werde. Für mich und all die anderen. Darum folgen Sie mir in jenes Land. Das Land, das sich Erinnerung nennt.

 Andreas Herrmann

 

 




Powered by Joomla!®. Designed by: joomla 1.7 templates hosting Valid XHTML and CSS.

Datenschutz & Cookies: diese Seite benutzt temporäre Cookies, in denen keine Nutzerdaten abgelegt werden. Mit der Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr zum Thema Datenschutz finden Sie hier: Datenschutzerklärung
Ok