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Nachrichten aus der „Antike“ (II)

Über das, was sich finden lässt

 

Wie nun vorgehen? Wenn man es vom Anfang her denkt, mag der Berg, der vor einem liegt, nicht bezwingbar sein. Also schiebe ich diesen Gedanken lieber von mir. Einfach loslegen und sehen wie weit es einen treibt. Die zwei großen Taschen eines Arnold Velden bieten mir den Einstieg. Beim Durchstöbern, nicht einmal in die Tiefe gehend, finde ich Bekanntes und Dinge, die vor meiner Zeit geschahen und nun einer Einordnung harren. In Gesprächen mit verschiedenen Schachspielern habe ich die auf mich zukommende Problematik geschildert und habe bzw. werde Hilfe erhalten. Da ist zum einen Peter Heyn, bis 1996 Spielleiter des DSK und vor der Fusion 2 Jahre bei der SG Düsseldorf, mit dem ich erfreulicherweise schon ein Treffen hinter mir habe. Dabei ging es in erster Linie um die 1992 stattgefundene Fusion. Auch Eberhard Bießner, ab 1995 in verschiedenen Funktionen beim DSK, will mir mit Informationen der letzten 2 Jahrzehnte zu Seite stehen. Erfreulich ist auch, dass ein Treffen mit Frank Hammes zustande gekommen ist. Er hat mir viele Schachkuriere aus seiner Zeit bei der SG Düsseldorf zur Verfügung gestellt. Auch Hans-Peter Heinrich, Horst Engels und viele mehr haben mir schon Unterstützung zugesichert. Dazu „gesellt“ sich dann noch viel Recherchearbeit. Archive wollen durchforstet und relevante Dinge dokumentiert sein. Grundgerüst werden wohl jedoch die Vereinszeitungen der DSG Rochade 1925, SG Düsseldorf und des Fusionsvereins Düsseldorfer Schachklub von Beginn der der 70-er Jahre bis September 1996 sein. In Fokus des ersten Artikels wird dann mein Gespräch mit Peter Heyn über eben jene letzte Fusion stehen, dass mit den Ausgaben der Vereinszeitungen der Vereine aus 1992 unterfüttert sein wird. Bis dahin!

Andreas Herrmann

 

Nachrichten aus der „Antike“ (I)

Wider das Vergessen – Eine Intervention

 

Immer wieder habe ich überlegt: Wie anfangen. Was ist der rechte Einstieg für die Dinge, die mich in dieser Sache bewegen. Ist es die Überlegung, dass mit zunehmendem Alter das Denken sich immer mehr zu den Dingen wendet, die man erlebt hat. Und damit die Zukunft weniger Zeit in Beschlag nimmt. Oder soll ich mit der nicht entstandenen Chronik für das 100- jährige Jubiläum argumentieren. Ich wusste es nicht. Bis dann eine Stimme aus dem Dunkel zu mir sprach:

Stimme: „Die Mitgliederliste, die Mitgliederliste.“

Ich: „Die Mitgliederliste?“

Stimme: „Ja, genau!“

Ich: „Wozu?“

Stimme: „Denk an den 10.07.1992.“

Ich: „Hä?“

Stimme: „Dein Eintrittsdatum beim DSK.“

Ich: „Und dann?“

Stimme: „Erinnere Dich und vergleiche.“

Ich muss gestehen, dass ich wirklich überrascht war wie wenig geblieben ist. Rene, Wolfgang und dann weiter unten Axel, Sigurd und noch weiter unten Siegfried und Heinz. Viel mehr aber ist da nicht. Und dann kommen die Namen: Manfred Middel, Johann Grabowski, Klaus Bolterauer, Herbert Ebmeyer und nicht zuletzt Ralf Feldbinder. Um nur einige Namen zu nennen. Dann noch weiter zurück: Meffert, Niephaus, Engert. Was ist geblieben von diesen gelebten Leben. Sie haben doch mitgeschrieben an dieser Geschichte, die sich heute Düsseldorfer Schachklub nennt. Und dennoch findet man nicht viel. Die auf der Seite des Schachbezirkes eingescannten Schachmitteilungen helfen ein wenig. In anderen Chroniken oder Aufsätzen zur Geschichte anderer Vereine, aus Düsseldorf muss man die Chronik des DSV 1854 besonders hervorheben, sind spärlich Informationen zu erhalten. Aber sonst? Nachdem ich 2011 den Ansatz einer Aufarbeitung, man möge sich an die Jahreshauptversammlung erinnern, machte, zerfiel das Projekt dann doch eher kläglich, trotz der Bemühungen eines Eberhard Bießner und von Arnold Velden. Dabei werden die Dinge auch nicht einfacher je mehr Zeit ins Land geht. Und eben dieses Land ist eine Wüste. Kaum ein paar Gräser sind zu finden. Nun, ich will es bestellen. Will Furchen ziehen, damit die Saat ausgebracht werden kann. Will es wässern und düngen. Damit dieses Land grün werde. Für mich und all die anderen. Darum folgen Sie mir in jenes Land. Das Land, das sich Erinnerung nennt.

 Andreas Herrmann

 




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